Leitbild

Logo der Universit?t auf der Glashalle.

Interdisziplinarit?t, Praxisbezug und gesellschaftliche Verantwortung pr?gen entscheidend das Leitbild der Universit?t in Lehre und Forschung. Diese ursprünglichen Gründungsziele der Universit?t Bremen sind mit der Zeit um neue Prinzipien erg?nzt worden: Gleichberechtigung der Geschlechter, ?kologische Verantwortung und Internationalisierung von Lehre und Forschung. Diese Leitziele der Universit?t wurden im Jahr 2000 formuliert und sind vor diesem Hintergrund zu verstehen. Manche Bezüge sind heute weniger aktuell, wichtige Teilziele sind weitgehend umgesetzt, manche genannte Ma?nahme ist fest im Repertoire der Universit?t verankert.

Ihre Entwicklung und die konkreten Ziele für die kommenden zehn Jahre hat die Universit?t Ende 2017 in ihrer Strategie 2018–2028 festgelegt.

Hohe Qualit?t von Lehre und Forschung

Oberstes Ziel in Lehre und Forschung sind hohe Qualit?t und fachliche Kompetenz. Die interne Evaluation der Lehre durch Studierende und die externe Begutachtung von Lehrangeboten und Forschungsprogrammen wird daher in der Universit?t Bremen seit langem praktiziert. Vielf?ltige Fachkompetenz und Grundlagenforschung sind Basis für interdisziplin?re Probleml?sungen. Bei der Suche nach neuen Erkenntnissen erg?nzen sich Grundlagenforschung und anwendungsbezogene Forschung.

Gesellschaftliche Verantwortung und Praxisbezug

Wissenschaft findet an der Universit?t Bremen nicht im "Elfenbeinturm" statt, sondern zielt auf konkrete Probleme der Gesellschaft und deren Zukunftssicherung. In Lehre und Forschung werden Praxisinhalte von Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft aufgegriffen. Beispiele sind: Umweltschutz durch ressourcenschonende Produktion, Entwicklung und Einsatz neuer Technologien in Industrie und Dienstleistung, Vermittlung zukunftsorientierter Qualifikationen in der wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung. Kontinuierliche Praxiskontakte und gesellschaftliche Integration sind Teil unseres Wissenschaftsverst?ndnisses: Lehrauftr?ge für Praktiker, Forschungskooperation mit privaten Unternehmen, Berufspraktika und Praxissemester für Studierende.

Lehrende und Lernende der Universit?t Bremen orientieren sich an den Grundwerten der Demokratie, Menschenrechte und sozialen Gerechtigkeit, die in vielen Bereichen auch Gegenstand von Forschung und Lehre sind. Sie werden sich auch künftig mit den Folgen der Wissenschaft in Wirtschaft, Politik und Kultur und mit den M?glichkeiten einer sozial- und umweltvertr?glichen Nutzung von Forschungsergebnissen (z.B. vorausschauende Technologie- und Wirtschaftspolitik, keine Rüstungsforschung) befassen. Die Universit?t Bremen fühlt sich dem Frieden verpflichtet und verfolgt nur zivile Zwecke. Die gesellschaftliche Verantwortung der Universit?t beginnt in der Region, d.h. mit dem Engagement für eine zukunftsf?hige Entwicklung des Landes Bremen. Sie umfasst auch Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Unterentwicklung (Nord-Süd-Gef?lle).

Fachübergreifende Orientierung

Die technischen, sozialen, ?kologischen und kulturellen Probleme sind sehr vielf?ltig und oft eng miteinander verknüpft; sie k?nnen nur in Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen und Forschungseinrichtungen angemessen bearbeitet werden. Die Universit?t Bremen bietet deshalb ein breites F?cherspektrum in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Natur- und Ingenieurwissenschaften. Sie hat fachübergreifende Studienangebote, Forschungsprogramme und Forschungseinrichtungen geschaffen. Das Projektstudium und die Vermittlung von Kommunikations- und Teamf?higkeit f?rdern die fachübergreifende Kooperation. Die Studierenden werden frühzeitig in die Forschung einbezogen, um ein forschendes Lernen zu erm?glichen.

Internationalisierung von Lehre und Forschung

Wissenschaft ist traditionell global ausgerichtet. Sie kann heute nur durch intensive Kooperation mit ausl?ndischen Partnern komplexe Forschungsfragen grenzüberschreitend bearbeiten und die Studierenden angemessen auf künftige Berufsfelder vorbereiten. Die Universit?t Bremen bekennt sich zur Erkl?rung von Bologna, die auf einen europ?ischen Hochschulraum zielt. Sie f?rdert den Austausch von Studierenden und Lehrenden im Rahmen internationaler Programme und Partnerschaften auf allen Kontinenten. Bei der Entwicklung der Studienprogramme werden internationale Aspekte gezielt berücksichtigt, zum Beispiel neue Studienformen (fremdsprachige Lehrangebote, Studienmodule), Studienabschlüsse wie Bachelor und Master sowie international orientierte Studienangebote und Auslandssemester.

Diese internationalen Studienangebote werden m?glichst gemeinsam mit den Partner-Universit?ten realisiert. Die Kooperation mit der Jacobs University Bremen er?ffnet für die Zukunft weitere M?glichkeiten für eine l?nderübergreifende Lehre und Forschung, die den Wissenschaftsstandort Bremen st?rken werden.

Gleichberechtigung der Geschlechter

Frauen sind auch in der Wissenschaft in ihren Karrierechancen benachteiligt. Deshalb entwickelt die Universit?t in ?bereinstimmung mit dem Land Bremen Ma?nahmen und Programme zur F?rderung der Gleichberechtigung in Wissenschaft und Verwaltung. Die Universit?t Bremen hat Organisationsformen aufgebaut, die eine kontinuierliche Arbeit für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Lehre und Forschung erm?glicht.

Gleichberechtigung der Geschlechter ist jedoch nicht nur ein Problem der Universit?t, sondern auch der Gesellschaft insgesamt. Deshalb geh?ren die Themen Geschlechterverh?ltnis und Gleichberechtigung auch zu den Kernbereichen in Forschung und Lehre, die in Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen bearbeitet werden.

Umweltgerechtes Handeln

Unsere Lebensgrundlagen sind durch Luft- und Wasserverschmutzung und den Raubbau natürlicher Ressourcen (W?lder, Bodensch?tze, menschliche Gesundheit) zunehmend bedroht. Die Wissenschaft muss fach- und l?nderübergreifend angemessene L?sungen für diese Probleme entwickeln. Die Universit?t Bremen engagiert sich im Rahmen der Agenda 21 für das Leitbild einer nachhaltigen (naturvertr?glichen) Entwicklung. Sie führt vielf?ltige Forschungsprojekte zur Ressourcenschonung und nachhaltigen Entwicklung auf regionaler und überregionaler Ebene durch (z.B. im Bereich der Meeres- und Klimaforschung). Auch in Studium und Weiterbildung werden bereichsübergreifend Umweltaspekte behandelt.

Die Universit?t leistet selbst Beitr?ge zum umweltgerechten Handeln: Sie dokumentiert in einem Umweltbericht ihre Aktivit?ten zur Energieeinsparung, Schonung natürlicher Ressourcen durch Recycling, umweltgerechte Arbeitsmaterialien und Verhaltensregeln und kann hier bereits Erfolge aufweisen. Die Einführung eines Umweltmanagementsystems wird die ?kologische Orientierung in Forschung, Lehre und Studium verst?rken.